Der schönste Porsche aller Zeiten

bild1

Der Porsche 930, besser bekannt als Porsche 911 Turbo, ist ein Sportwagen, der von 1974 bis 1989 auf Basis des Porsche 911 produziert wurde.

Bei seiner Einführung war das Fahrzeug der schnellste in Serie hergestellte Sportwagen in Deutschland. Der 930 war der erste Seriensportwagen, in den Porsche einen Turbolader einbaute. Er war das Spitzenmodell von Porsche, das zunächst nur als Coupé, ab 1987 auch in den Karosserieversionen Targa und Cabriolet angeboten wurde.
Die verwandten Rennsportmodelle Porsche 934 und Porsche 935 wurden erfolgreich in den Gruppen 4 und 5 der Sportwagen-Weltmeisterschaft und auch in der Division 1 der Deutschen Rennsport-Meisterschaft eingesetzt.

bild2

Er war gefährlich, wenn man in der Kurve einen Gang heruntergeschaltet hat, setzte bei 3500 Umdrehungen der Turbolader unerbittlich ein und versetzte dem Fahrzeug einen Antriebsschub. Dieser Schub gab dem Fahrer einen harten Schlag in den Rücken, so ungezähmt war die Kraft wenn man zum falschen Zeitpunkt schaltete. Dieser Sportwagen war lediglich nur geübten Fahrern vorbehalten. Jede Kurve war eine nervenauftreibende Freude, kurz anbremsen, runterschalten, reinziehen und im Scheitelpunkt voll auf das Gaspedal treten. Leicht untersteuernd, mit dem Heck wedelnd saugte sich das Auto auf den Asphalt. Jede kleinste Fahrbahnunebenheit, Längsrillen und Kieselsteine massierten derweil den Insassen die Wirbelsäule – Autofahren in seiner reinsten Form, auch wenn bei zügiger Gangart rund 20 Liter pro 100 km in die Brennräume flossen.

bild3

Der Porsche 911 Turbo den wir entdeckten und fotografierten stand in der Garage des Luxor Hotel und Casino in Las Vegas USA. Nach 40 Jahren ist er immernoch das Original wie aus dem Showeroom von Porsche bis auf zwei Modifikationen. Zum einen ein Edelstahl Auspuff modiviziert mit unnachahmlichen Sound sowie einem weiteren Zusatz. Dieser war der Steinschlagschutz, der sich serienmäßig an den verbreiterten hinteren Kotflügeln befand. Diese sollten durch ihre Verbreiterung gerne Steine vom Vorderrad aufnehmen. In den USA war der schwarze Kunststoff Steinschlagschutz sehr beliebt, da dieser auch gegen die Radarpistolen der USA Highway Patrol wirkte. Der Mythos war der, das die Radarpistole nur an Metallkanten und nicht an Kunststoff messen könnte.
Weitere Designelemente des 911 Turbo wurden vom 911 Carrera RS 3.0 übernommen. Neben den nochmals um rund 50mm verbreiterten vorderen und hinteren Kotflügeln, diese notwendig waren um die Breitreifen auf den Leichtmetall-Fuchsfelgen unter der Karosserie unterzubringen, erhielt der Wagen einen Front- und Heckspoiler. Der große und flache Heckspoiler ähnelte einer Walschwanzflosse und wurde das Haupterkennungsmerkmal des Sportwagens.

bild4

Mit einem 3-Liter-Sechszylinder-Boxermotor des Carrera RS 3.0 hatte Porsche die damals wirtschaftlich sinnvollen Entwicklungsmerkmale des Saugmotors ausgeschöpft. Die Idee, in einem Porsche-Seriensportwagen einen Motor mit Turbolader einzusetzten, stammte vom damaligen Vorstandsvorsitzenden Ernst Fuhrmann. Dieser Motor arbeitete mit Drehzahlen von bis zu 90.000/min und erzeugte dabei einen Ladedruck bis maximal 0,8 Bar Überdruck. Dies ermöglichte bei einer Motodrehzahl von 5.500/min eine maximale Motorleistung von 191 kW (260 PS).
Erstmals vorgestellt wurde der Porsche 911 Turbo im Oktober 1974 auf dem Pariser Automobil-Salon. Die Kombination die der 911 Turbo bot, begeisterte mehr Käufer als Porsche erwartet hätte. Für die ursprünglich geplante Homologation als Gruppe-4-Fahrzeug in der Sportwagen-Weltmeisterschaft hääten bis 1976 insgesamt 400 Fahrzeuge produziert werden müssen. Bis Ende 1977 wurden statt der als Kleinserie geplanten 1000 Exemplare letztlich 2976 Fahrzeuge gebaut.
heute gibt es gute originale Fahrzeuge nicht unter 65.000 Euro zu erhalten. Im Vergleich zum Carrera kostete der 911 Turbo damals bereits 21.570 Mark mehr.
Im Jahr 1977 erhielt der drei Liter große Sechszylinderboxer eine Hubraumerweiterung auf 3,3 Liter. Der 911 Turbo fuhr nun 260 km/h und erledigte den klassischen 100er-Sprint in unter sechs Sekunden. Die Optik bleibt allerdings fast unverändert und festigt so den Ruf der Ikone – bis heute.

Porsche 930 – Wikipedia

www.porsche.com

Las Vegas Luxor
3900 Las Vegas Blvd South
Las Vegas NV 89119